Polenta | 2008 | miniDV | 2:11
Die Positionierung der Kamera in circa drei Metern Höhe zeigt einen vogelperspektivischen Raumausschnitt, wobei die Bildfläche parallel zur Bodenfläche gesetzt ist. Dieser Bereich, welcher aus der Perspektive der Akteure keine Begrenzungen (Wände) aufweist, dient als Aktionsraum, innerhalb dessen improvisierte, interaktive Handlungen vollzogen werden. Requisiten (Möbel, Kochgeräte, Zutaten) sowie eine Polenta-Rezept bieten Handlungsmöglichkeiten an, allerdings entscheiden die Akteure selbst über den Ablauf. Der gesamte Vorgang ist zeitungebunden, das Ende ist offen und wird im Film von mir bestimmt.
Das Bild wird sowohl im Zeitraffer als auch in Zeitlupe gezeigt. Zusätzliche Schnitte dienen der nachträglichen Bearbeitung hin zu einem selbstgewählten Erzählungsablauf. Der Ton, welcher Geräusche der Echzeitaufnahme mit im Nachhinein durch Requisiten erzeugte Klänge verbindet, wird unsyncronisiert und als variable Zeitlupe wiedergegeben.
Das Resultat ist eine im Nachhinein bewusst collagierte Ton-Bild-Abfolge aus Teilen des gesamten Aufnahmematerials.